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Biologischer Landbau
Mutterkuhhaltung
Pilzzucht

Familie Schneebeli
Weid 2
8912 Obfelden

Unsere Pilzzucht

Pilz an einem Baum in der NaturEiner der wichtigsten Betriebszweige unseres vielseitigen Bauern-hofes ist die Produktion von Austernpilzen, welche auch Pleurotus ostreatus oder Auster- seitlinge genannt werden. Der Austernpilz wächst in der Natur an Laubholz, gezüchtet wird er auf Holz- oder Stroh-substrat. Die Fruchtkörper bestehen aus 90 - 95 % Wasser, sind also sehr kalorienarm. Wir züchten seit 30 Jahren Austernpilze auf Strohsubstrat. Die Produktion von der Brut bis zum ausge- wachsenen, schmackhaften Pilz, welcher in Bio-Fachgeschäften und im Coop gekauft werden kann, ist ein langer Weg.

Austernpilze am Gestell

Damit ein optimaler Nährboden für die Pilze entsteht braucht es Stroh, welches zur Hälfte von den eigenen Feldern stammt und zur Hälfte von regionalen Biobauern zugekauft wird. Das Stroh wird in einem bestimmten Verhältnis mit Wasser gemischt und in einem selbst um-gebauten Container ca. fünf Tage gelagert, pasteu- risiert und fermentiert. Das schafft ein optimales Milieu für die erfolgreiche Anzucht des Austernpilzes und hemmt das Wachstum anderer Pilze.

 

 

Spicken - das "Säen" der Austernpilze

Spicken, das impfen des PilzsubstratesDer Container mit diesem Substrat wird geöffnet und das eigentliche Spicken beginnt. Unter Spicken verstehen wir in der Pilzzucht, das Beimpfen des Strohs mit etwa 2% Brut. Diese besteht aus Getreidekörnern, die mit dem Pilzmyzel bewachsen sind. Mit einem speziell entwickelten Förderband wird das Stroh nach oben transportiert, während dessen eine Person die Brut in kleinen Abständen in das Stroh streut. Eine zweite Person stellt sicher, dass es in die eigens dafür konstruierten Drahtgestelle fällt und stampft diese einige Male. Ist ein Gestell mit dem Stroh und Brutgemisch gefüllt wird es mit Hilfe eines Traktors in den Durch-wachungsraum transportiert.


In diesem Raum beginnen die feinen Pilzfäden (Hyphen), welche man sich wie kleine Wurzeln vorstellen kann, zu wachsen und bilden das Myzel. Die Gestelle mit den anwachsenden Austernpilzen bleiben während zwei Wochen in den Durchwachungsräumen.

In einem weiteren Schritt werden die Gestelle in das eigentliche Gewächshaus gebracht. Im Ge-wächshaus herrscht eine konstante Luftfeuchtigkeit zwischen 80 - 90%. Ebenso bedeutend wie die Luftfeuchtigkeit ist die Temperatur, welche für das gute Gedeihen von Austernpilzen zwischen 14-18 Grad Celsius sein sollte. Nach 3-4 Wochen sind die ersten kleinen Austernpilze sichtbar, die einige Tage später geerntet werden können. Jeden Tag werden die Pilze von uns gepflückt. Das ist nicht ganz einfach, denn es ist sehr wichtig, wann die einzelnen Pilze geerntet werden. Nur mit viel Erfahrung und einer geschickten Hand, kann man eine optimale Ernte erzielen.
Die Austernpilze werden nach der Ernte sofort kühl gestellt und anschliessend von verschiedenen Pilzrüstern weiterverarbeitet. Die Stiele werden abgeschnitten und Pilze die nicht unserer Qualität entsprechen aussortiert.

Frische Bio Austenpilze (Pleos)

Frische Bio Austernpilze

Die verkaufsfertigen Austernpilze werden von Lastwagen abgeholt und in die Fachgeschäfte und Grossverteiler geliefert. Wir sind stets bemüht unseren Endkonsumenten schöne und geschmacklich hochwertige Austernpilze zu verkaufen, doch spielt die Lagerung und Pflege in den einzelnen Geschäften selbstverständlich auch eine entscheidende Rolle. Es ist wichtig, dass sie stets mit Wasser besprüht werden und mindestens in der Nacht jeweils kühl gestellt werden.

Eine weitere Herausforderung in der Produktion von Austernpilzen sind die verschiedenen Jahreszeiten. Im Winter müssen die vier Räume des Gewächs- hauses geheizt werden. Im Sommer hingegen haben wir grösste Mühe die Temperatur so niedrig wie möglich zu halten. Auf Kühl-aggregate haben wir bewusst verzichtet, da diese enorm viel Energie fressen.
Wir verwenden spezielle Flies, welche über das Dach gezogen werden, diese werden drei Mal pro Stunden kurz mit Wasser benetzt. Durch das Verdunsten des Wassers erzielen wir eine Kühlung von einigen Graden. Jeweils im Juli machen wir für einen Monat Produktionspause. Dies bringt einige Vorteile, wie optimale Reinigung des Gewächshauses, natürliche Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten. Ausserdem braucht der Markt während den Sommerferien weniger Austernpilze.

Getrocknete Austernpilze

Getrocknete AusternpilzeMarktschwankungen gibt es ständig, beeinflusst durch Ferien, Wetter, Feiertage, Jahreszeiten usw. werden mehr oder weniger Pilze nachgefragt. Dem Markt gegenüber steht die Produktion dieses Naturproduktes, die nur schwer kurzfristig beeinflusst werden kann. Auch längerfristige Ertragsplanungen mit Erfahrungszahlen können durch Launen der Natur und des Wetters überrollt werden. Darum sind wir immer auf der Suche nach sinnvoller Verwendung von Überschuss. Seit längerer Zeit bieten wir unsere Pilze auch getrocknet an. Sie werden durch ein schonendes Lufttrock- nungsverfahren getrocknet und zerfallen oder zerbröseln nicht. Die getrockneten Austernpilze erhalten Sie in Ihrem Biofachgeschäft, über Biofarm oder Vanadis AG, sowie grössere Mengen direkt bei uns.

Eingekochte Austernpilze

Eingekochte Austernpilze in GläserGanz neu können Sie unsere Pilze auch eingekocht geniessen. In unserem neuen Verarbeitungsraum kochen wir diese in Rot- oder Weisswein mit auserlesenen Zutaten und füllen sie in Gläser ab. Die eingekochten Pilze können direkt gegessen werden zum Beispiel zu einem Glas Wein, zu Raclette, zu einem Antipastibuffet, zu einer Käseplatte usw. Bestechend durch das schöne Aussehen und den vorzüglichen Geschmack sind sie auch als Mitbringsel bestens geeignet. Der Vertrieb der eingekochten sowie weiterer Pilze läuft unter dem Namen Amanita. Weitere Infos erhalten Sie hier.

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